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1030
1580
1884
1906
1936
60er
Jahre
1998
- 2001
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Am
Anfang war der Mühlenstein
So beginnt eine kleine
Schrift zum 100
jährigen
Bestehen der Anton Lippe KG aus dem Jahre 1950 und will damit
sagen,
daß die Ursprünge der Mühle im Altenautal noch länger
zurückliegen.
Im
Jahre 1030 schenkte Kaiser Konrad II. seine Besitzungen in Alfen
und
Etteln,
zu denen auch die Mühle im Altenautal gehörte,
dem rührigen Bischof
Meinwerk.
1580
berichtet die Chronik von einer Kornmühle, die in Kirchborchen
sich
drehd
dorch zween Räder, item zween Glinden, so das Wasser in dem
Bächlein
aufbullern.
Von da an findet man die Besitzer der Mühle in den Registern.
1884
kaufte Carl Lippe die Mühle von Hubert Hoeken und gab ihr den
Namen
Mühlenwerke
Anton Lippe. Schon Hubert Hoeken hatte für die Erweiterung
des
Mühlenbetriebes gesorgt. Als die Wasser der kleinen Altenau
nicht mehr
ausreichten,
wurde 1874 eine Dampfmaschine angeschafft, die von nun an
mit
scheinbar unbegrenzter Dampfkraft gemeinsam mit der Wasserkraft
das
Räderwerk
der Mühle antrieb. Das fertige Mehl wurde auf Pferde- und Ochsen-
fuhrwerken
nach Paderborn gebracht und von hier aus an die Bäckereien
geliefert.
Der
Betrieb wuchs. 1906 wurde ein Mittelbau errichtet, 1916 entstand
ein
großes
Getreidesilo, ergänzt durch eine Trocknungsanlage. Schon in
den zwanziger
Jahren
nach der Kriegs - und Inflationszeit wurden Ochsen und Pferde durch
Lastautos ersetzt.
Am
19. Juli 1936, als man in Paderborn die translatio Santi Liborii
feierte, gingen
um
19.00 Uhr plötzlich die Sirenen: Lippen Mühle in
Kirchborchen brennt! Ein
Großfeuer
vernichtete den gesamten Betrieb. Nur das Getreidesilo und das hintere
Lagerhaus
standen noch am nächsten Morgen angeschwärzt in den rauchenden
Trümmern.
Carl Lippe, der Enkel und selbst schon im 65. Lebensjahr, hatte
nun die
schwere
Aufgabe des Wiederaufbaus zu erfüllen. Am 19. September 1936
wurde
der
Grundstein gelegt. Es entstand ein modernes Mühlenwerk.
Nach
dem großen Mühlensterben in den 60er Jahren, dem auch
die
Lippemühle
zum Opfer fiel, wurden die Gebäude zu Lagerzwecken umgebaut
und
erweitert.
Dabei blieb das T-förmige Bruchsteingebäude erhalten,
die südlichen Teile
der
Anlage änderten jedoch völlig ihr Erscheinungsbild, zuletzt
wurde in den 80er Jahren
ein
24 Meter hohes Silogebäude aus Kalksandsteinen davor gebaut.
Seit Anfang
der
80er Jahre wurde im Auftrag der Bundesanstalt für landwirtschaftliche
Marktordnung
auf den Holzböden Getreide und Tee gelagert, um in eventuellen
Krisenzeiten
die Bevölkerung versorgen zu können.
Mit
dem Kauf der Lippenmühle durch Heinrich Leifeld kam 1998 die
Idee auf, das
vom Verfall bedrohte Gebäude umzunutzen. Dabei wurden die in
den 70er Jahren
zusätzlich angebauten Kalksandstein-Silos abgerissen, um die
Grundform des
historischen Gebäudes wieder freizulegen.
Bis 2001 entstand ein modernes Wohn- und Geschäftsgebäude
ohne den Charme
des geschichtsträchtigen Bauwerks zu verlieren.
In den neu entstandenen Räumlichkeiten finden sich noch viele
Elemente aus der Zeit
als Mühlenwerk.
Durch die im Erdgeschoss befindliche Wasserkraftanlage wird weiterhin
Strom erzeugt
und ins öffentliche Versorgungsnetz eingespeist.
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